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Um im inneren und äusseren Gleichgewicht zu sein und zu bleiben braucht auch das Lebewesen Pferd diverse wichtige Faktoren. Gerade wenn es um das Reitpferd geht, muss sich der Mensch im Laufe seines "Pferdelebens" verschiedener Dinge bewusst werden, damit man dem Pferd die Freude und Gesundheit erhält und bestenfalls sogar steigern und fördern kann.


Ufano



Im Laufe meines „Pferdelebens“ durfte ich schon vieles davon kennen lernen. Um etwas Positives hervorzubringen, muss man oft auch Negatives erleben, obwohl man heute das Glück (und manchmal auch das Pech) hat, auf viele Quellen zugreifen zu können, um dies vermeiden zu können. In all der Zeit wurde mir immer mehr bewusst, dass ein Reitpferd nur dann nahezu unverschleisst bleibt, wenn man gewisse Dinge beherzigt und unterstützend zu seinem Wohlbefinden beisteuert.
Rein reittechnisch gesehen, haben- wohlbemerkt kurz gefasst- das Wissen der alten Reitmeister und das heutige Wissen ihrer gegenwärtigen Nachfolger mir viel Positives beisteuern können. Ich mische mir meine Meinung und meinen Weg gerne selber zurecht. Es gehört meiner Meinung dazu, auch im Allgemeinen, die Dinge von jeder Seite einmal zu betrachten und eventuell zu durchleben, damit man sich auf eine Meinung festlegen darf. Und zu einem grossen Meister oder „Vorbild“ gehören wiederum die-/derjenige, wer in seiner Meinung und Denkweise flexibel und individuell sein kann und bleibt- weil alles fliesst und sich bewegt. Bent Branderup und seine Akademische Reitkunst hat mich sehr geprägt.

Meine Freundin Theresa und Yerto

Ein weiterer vielfach unterschätzter Faktor ist die Zeit. Dazu kommt Liebe, Leidenschaft und Freude. In meinem zweijährigen Aufenthalt nahe Barcelona auf „Yeguada Alba“, ein ehemaliges Zuchtgestüt für Pferde reiner spanischer Rasse P.R.E, durfte ich erleben, dass man unabhängig von Zeitdruck den Pferden einen schönen, schonenden Start ins Reitleben geben kann und sich daraus durchwegs freudige, freundliche, motivierte, mutige Freizeitpferde entwickeln können. Hier kam auch ein grosses praktisches Fachwissen über das Wesen Pferd mit allem drum und dran hinzu. Da sind wir beim nächsten wichtigen Punkt meiner Laufbahn. Wissen. Durch Lesen, sich Interessieren, nicht einzurosten. Das ist sicherlich ein grosser Beweggrund zu meiner Ausbildung zur Huforthopädin. Obwohl ich es als wichtig erachte, alles im Ganzheitlichen zu sehen, war es immer von grossen Interesse, etwas aus dem zu machen, was einem am Leichtesten von den Händen geht, was einen fasziniert, einem Freude und Leidenschaft gibt- was man auch „Berufung“ nennen darf und sich darin zu vertiefen und eine kompetente Fachperson zu werden. Die Pferdeausbildung hat mir immer gefallen, aber nicht den richtigen „Seelenfrieden“ gegeben.  Meine Erfahrungen und Wissen über die Hufe aus meiner 2jährigen Zeit als Gehilfin des Hufschmiedes war so etwas, was ich nicht einfach ungeachtet sein lassen konnte. Ohne Huf kein Pferd- ein Satz der viel Wahrheit in sich trägt. Doch, wie wichtig ist es zu nehmen? Wie tragend ist es wirklich? Manchmal ist es schon zu simpel, obwohl es so komplex ist. Dieses Wissen, das Erforschen, diese Ausbildung ist eine echte Offenbarung und führt mich auf einen interessanten Weg zu letztendlichem Ziel, einen Teil zur Gesundung und Gesunderhaltung des Vierbeiners beitragen zu dürfen. Darum ist es für mich „Walk in Balance“. Das innere und äussere Gleichgewicht eines jeden Vierbeiners, der mir anvertraut wird, als höchstes Gut. Auf diesem Fundament ist es möglich, individuell auf das Bedürfnis des Pferdes und die Wünsche und Träume des Besitzers selber aufzubauen.

















Yerto in den
Pyrenäen